dossier:bin:entwicklungen
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| dossier:bin:entwicklungen [2011/01/10 09:17] – Page moved from 5562.10001:entwicklungsplan:entwicklungen to dossier:bin:entwicklungen vincent.tscherter | dossier:bin:entwicklungen [2018/08/10 16:28] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| ===== -#4 Entwicklungen ==== | ===== -#4 Entwicklungen ==== | ||
| - | Im Folgenden werden die für die Schulen relevanten technischen und damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Entwicklungen aufgezeigt. | + | Im Folgenden werden die für die Schulen relevanten technischen und damit zusammenhängenden |
| + | | ||
| + | * (4.2) Die Bedeutung von digitalen sozio-kulturellen Räumen nimmt zu. | ||
| + | * (4.3) Der Anteil mobiler persönlicher ICT-Geräte nimmt zu. | ||
| + | * (4.4) Die zunehmende Virtualisierung ändert die Art der Computernutzung. | ||
| + | * (4.5) ICT-Dienste | ||
| + | * (4.6) Eine Glasfaser-Internetanbindung wird Grundinfrastruktur jedes Gebäudes. | ||
| + | * (4.7) Digitales Unterrichtsmaterial wird Alltag. | ||
| + | * (4.8) Medienpartizipation wird zur Kernkompetenz. | ||
| - | - Die Entwicklung zur digitalen Gesellschaft hat erst begonnen. | ||
| - | - Computer sind auch ein Zugang zu erweiterten sozio-kulturellen Räumen. | ||
| - | - Der Anteil mobiler persönlicher ICT-Geräte nimmt zu. | ||
| - | - ICT-Dienste und -Anwendungen verlagern sich ins Netz. | ||
| - | - Ein schneller Internet-Zugang wird Grundinfrastruktur jedes Gebäudes. | ||
| - | - Medien sind digital. | ||
| - | - Medienpartizipation wird Kernkompetenz. | ||
| ==== - Die Entwicklung zur digitalen Gesellschaft hat erst begonnen. | ==== - Die Entwicklung zur digitalen Gesellschaft hat erst begonnen. | ||
| <box round 100% orange> | <box round 100% orange> | ||
| - | Der gesellschaftliche Wandel durch die Digitalisierung sowie den Informations- und Kommunikationstechnologien hat gerade erst begonnen und wird uns die nächsten Jahrzehnte weiter begleiten. Ein damit einhergehender | + | Der gesellschaftliche Wandel durch die Digitalisierung sowie den Informations- und Kommunikationstechnologien hat gerade erst begonnen und wird uns die nächsten Jahrzehnte weiter begleiten. Ein damit einhergender |
| + | |||
| + | Solange diese Entwicklung in Gange ist, bleibt die Art und Weise, wie ICT in der Schule eingesetzt wird und diese mitprägt, in ständiger Veränderung. Eine nachhaltige ICT-Konzeption sollte deshalb dynamisch, mobil und offen sein, sowie regelmässig überprüft und aktualisiert werden. | ||
| </ | </ | ||
| - | {{bin-next.jpg? | + | {{bin-next.jpg? |
| - | + | ||
| - | Der Strukturwandel durch die Digitalisierung, | + | |
| - | + | ||
| - | Drei Gedanken die dieses Neu-Denken der Schulstrukturen aufgrund des digitalen Wandels, einerseits ermöglichen, | + | |
| - | -#a **Unterrichts-Stunde** | + | Der Strukturwandel durch die Digitalisierung, |
| - | "One of the most basic assumptions | + | |
| - | -#b **Alters-Klassen** | + | Der aktuellen " |
| - | " | + | |
| - | These include schools that organize around competence rather than seat time and others that enable more flexible scheduling that fits students’ individual needs rather than traditional academic periods and | + | In Expertenkreisen werden die grundlegenden Schulstrukturen aufgrund des digitalen Wandels neu überprüft. Die Strukturierung der Schule entlang (a) der "Unterrichts-Stunde", |
| - | lockstep curriculum pacing." ((Kapitel | + | |
| - | Die Vermittlung | + | Auf die Frage, was die Chancen und Risiken der Umsetzung |
| - | Schulentwicklung wird zu einem dynamischen andauernden Prozess, der aufgrund des digitalen Wandels, der gesellschaftlichen Wertediversifizierung und der Politisierung des Themas Schule trotz Harmos und Lehrplan 21 nur schwer vorhersagbar resp. fix planbar | + | ICT-Schulentwicklung wird zu einem dynamischen, andauernden Prozess, der aufgrund des digitalen Wandels, der gesellschaftlichen Wertediversifizierung und der Politisierung des Themas Schule trotz Harmos und Lehrplan 21 immer schwerer |
| - | Für den Entwicklungsplan «Bildung im Netz» | + | Für den Entwicklungsplan «Bildung im Netz» |
| - | Oft kann bei der Konzeption | + | |
| - | Die schnelle Entwicklung hat zur Folge, dass weiterhin regelmässig Investitionskosten anfallen werden. | + | Die schnellen exponentiellen technischen Entwicklungen haben zur Folge, dass neben der agilen ICT-Konzeption |
| - | Schulentwicklung und ICT-Integration ist als Prozess zu verstehen und zu gestalten. | + | ICT-Schulentwicklung und ICT-Integration ist als Prozess zu verstehen und zu gestalten. |
| Zeile 48: | Zeile 43: | ||
| </ | </ | ||
| - | ==== - Computer sind auch ein Zugang zu erweiterten | + | ==== - Die Bedeutung von digitalen |
| <box round 100% orange> | <box round 100% orange> | ||
| - | Computer sind nicht nur Werkzeuge (EDV 1980-1994), Computer sind auch nicht nur ein Medium (ICT 1995-2009), Computer sind heute auch der Zugang zu erweiterten sozio-kulturellen Räumen (DASS 2010-2024 | + | Computer sind nicht nur Werkzeuge (EDV 1980-1994), Computer sind auch nicht nur ein Medium (ICT 1995-2009), Computer sind heute auch der Zugang zu erweiterten sozio-kulturellen Räumen (DASS((DASS=Digital Augmented Social Spaces)) |
| </ | </ | ||
| {{bin-dass2.jpg? | {{bin-dass2.jpg? | ||
| + | \\ (Abb. 4.2 digital-sozio-kulturelle Räume, Facebook & Second Life) | ||
| - | In den 80er Jahren hat man den Computer als Werkzeug verstanden, damals | + | In den 80er Jahren hat man den Computer als Werkzeug verstanden. Damals |
| - | In der Gesellschaft ist zu beobachten, dass Soziale-Netze, Chats, SMS und virtuelle Welten aus dem Leben vieler Erwachsener und Jugendlicher nicht mehr wegzudenken sind. | + | In der Gesellschaft ist zu beobachten, dass digitale soziale |
| - | In der Schule sind der Klassenraum und der Pausenplatz heute nicht mehr die einzigen sozialen Räume in denen sich die Schüler/ | + | In der Schule sind der Klassenraum und der Pausenplatz heute nicht mehr die einzigen sozialen Räume, in denen sich die Schüler/ |
| - | Welche Folgen dies für die Schule | + | Für die Schule |
| + | |||
| <box 100% blue> | <box 100% blue> | ||
| Zeile 67: | Zeile 64: | ||
| * Leben im Netz: Identität in Zeiten des Internet von Sherry Turkle | * Leben im Netz: Identität in Zeiten des Internet von Sherry Turkle | ||
| </ | </ | ||
| + | |||
| + | |||
| + | |||
| ==== - Der Anteil mobiler persönlicher ICT-Geräte nimmt zu. === | ==== - Der Anteil mobiler persönlicher ICT-Geräte nimmt zu. === | ||
| <box round 100% orange> | <box round 100% orange> | ||
| - | Der Anteil mobiler persönlicher ICT-Geräte (NoteBooks, NetBooks, NetPads, SmartPhones, etc.) wird in den nächsten Jahren zunehmen. Die Verantwortung für die ICT-Endgeräte verlagert sich von der Schule zu den Benutzer/ | + | Der Anteil mobiler persönlicher ICT-Geräte (Notebooks, Netbooks, Tablets, Smartphones, E-Reader |
| </ | </ | ||
| - | {{bin_ple.png? | + | {{bin_ple.png? |
| Die Entwicklung von immer leistungsfähigeren und bedienerfreundlichen mobilen Geräten ist heute eine der wichtigsten Triebfedern der Computerindustrie. | Die Entwicklung von immer leistungsfähigeren und bedienerfreundlichen mobilen Geräten ist heute eine der wichtigsten Triebfedern der Computerindustrie. | ||
| - | In der Schweiz verfügt in der Zwischenzeit fast jeder Bürger über ein Mobiltelefon und die Wachstumszahlen für Smartphones sind enorm. Mit den Smartphones stehen den Menschen ein Computer zur Verfügung mit dem sie jederzeit und überall Zugang zum Internet haben. Durch die Vielzahl verschiedenster Internet-fähiger Geräte nimmt auch die Anzahl der verschiedenen Betriebssysteme zu. Immer öfter wissen die Benutzter/ | + | In der Schweiz verfügt in der Zwischenzeit fast jeder Bürger über ein Mobiltelefon und die Wachstumszahlen für Smartphones sind enorm. Mit den Smartphones stehen den Menschen ein Computer zur Verfügung, mit dem sie jederzeit und überall Zugang zum Internet haben. Durch die Vielzahl verschiedenster Internet-fähiger Geräte nimmt auch die Anzahl der verschiedenen Betriebssysteme zu. Immer öfter wissen die Benutzter/ |
| - | Auch die Schulen sind im Zeitalter der mobilen Revolution angekommen. ICT-Geräte werden für die meisten Schüler/ | + | Auch die Schulen sind im Zeitalter der mobilen Revolution angekommen. ICT-Geräte werden für die meisten Schüler/ |
| - | Wir rechnen bis 2015 mit folgenden Verhältnissen((Bei diesen Überlegungen beziehen wir alle Internet-fähigen ICT-Geräte mit ein, zu denen die Schüler/ | + | Wir rechnen bis 2015 mit folgenden Verhältnissen((Bei diesen Überlegungen beziehen wir alle Internet-fähigen ICT-Geräte mit ein, zu denen die Schüler/ |
| - | * **Kindergarten/ | + | * **Kindergarten/ |
| * **Mittelstufe: | * **Mittelstufe: | ||
| * **Sekundarstufe 1:** Ein ICT-Gerät pro Schüler/in (S1 1:1) \\ In den nächsten 5 Jahren beginnt sich "One Notebook per Child" (auch 1:1 Computing genannt) dank den niedrigen Preisen von Netbooks ab der Sekundarstufe 1 durchzusetzen. | * **Sekundarstufe 1:** Ein ICT-Gerät pro Schüler/in (S1 1:1) \\ In den nächsten 5 Jahren beginnt sich "One Notebook per Child" (auch 1:1 Computing genannt) dank den niedrigen Preisen von Netbooks ab der Sekundarstufe 1 durchzusetzen. | ||
| - | * **Sekundarstufe 2:** Zwei ICT-Geräte pro Schüler/in (S2 2:1) \\ Jede/r Schüler/in wird mehrere Internet-fähigen | + | * **Sekundarstufe 2:** Zwei ICT-Geräte pro Schüler/in (S2 2:1) \\ Jede/r Schüler/in wird mehrere Internet-fähige |
| + | |||
| + | Den Schulen bleibt in Zukunft die Aufgabe, Netzanbindung sowie Ein- und Ausgabegeräte (Scanner/ | ||
| + | |||
| + | Welche Rolle die Schule zukünftig bezüglich der Beschaffung und Finanzierung der persönlichen((Wir unterscheiden zwischen privat und persönlich. Ein privates Gerät gehört dem/r Benutzer/ | ||
| - | Den Schulen bleibt in Zukunft die Aufgabe, Netzanbindung sowie Ein- und Ausgabegeräte (Drucker, Beamer, Scanner, etc.) zur Verfügung zu stellen. Welche Rolle die Schulen zukünftig bezüglich der Beschaffung und Finanzierung der persönlichen((Wir unterscheiden zwischen privat und persönlich. Ein privates Gerät gehört dem/r Benutzer/ | ||
| Zeile 93: | Zeile 96: | ||
| | | ||
| </ | </ | ||
| + | |||
| + | |||
| + | ==== - Die zunehmende Virtualisierung ändert die Art der Computernutzung. ==== | ||
| + | <box round 100% orange> | ||
| + | Die Virtualisierung von Computer, Rechenleistung, | ||
| + | </ | ||
| + | {{bin-schleichende-abstraktion.jpg|}} | ||
| + | \\ (Abb. 4.4 Schleichende Abstraktion, | ||
| + | |||
| + | All die wolkigen Begriffe, wie Cloud-Computing, | ||
| + | |||
| + | Alle Arten von Ressourcen (Computer, Rechenleistung, | ||
| + | |||
| + | Auch das manchem " | ||
| + | |||
| + | Die Fragen, die den Endanwender beschäftigen werden, sind: Bei welchem Anbieter kann ich die benötigten Ressourcen abonnieren? Kann der Anbieter die Dienste zuverlässig anbieten und vertraue ich dem Anbieter? Unterstützten die angebotenen ICT-Dienste mein ICT-Ökosystem und meine ICT-Bedürfnisse? | ||
| + | |||
| + | Die Schulen müssen entscheiden, | ||
| + | |||
| + | <box 100% blue> | ||
| + | **Zur Vertiefung** | ||
| + | - Heiter bis wolkig. Die Trends 2011: Cloudcomputing, | ||
| + | - Pull: The Power of the Semantic Web to Transform Your Business von David Siegel | ||
| + | </ | ||
| + | |||
| + | |||
| ==== - ICT-Dienste und Anwendungen verlagern sich ins Netz. === | ==== - ICT-Dienste und Anwendungen verlagern sich ins Netz. === | ||
| Zeile 98: | Zeile 127: | ||
| Die ICT-Infrastruktur der Schule (Server etc.) verlagert sich zunehmend ins Netz und Internet-Dienste und -Anwendungen etablieren sich als gemeinsam überall verfügbarer kleinster Nenner. | Die ICT-Infrastruktur der Schule (Server etc.) verlagert sich zunehmend ins Netz und Internet-Dienste und -Anwendungen etablieren sich als gemeinsam überall verfügbarer kleinster Nenner. | ||
| </ | </ | ||
| - | {{bin_verlagerung.jpg? | + | {{bin_verlagerung.jpg? |
| + | \\ (Abb. 4.5 Schulinfrastruktur nach V. Tscherter, | ||
| - | Egal ob zuhause, unterwegs, auf dem Pausenplatz oder im Unterricht: Das was den Schülern/ | + | Egal ob zuhause, unterwegs, auf dem Pausenplatz oder im Unterricht, das was den Schülern/ |
| - | Einer der Hauptgründe, | + | Die Gründe |
| + | * IT-Dienste zu betreiben gehört nicht zu den Kernkompetenzen der Schule. | ||
| + | * Der Aufwand mit der technischen Entwicklung mitzuhalten | ||
| + | * Die Server | ||
| - | Der Aufwand eine eigene e-Learning-Plattform oder Datei-Server zu betreiben ist für eine einzelne Schule oft zu gross oder es fehlt das technische | + | Je nach technischem |
| - | Auch für Schulen die selbst Internet-Dienste anbieten (oder und entwickeln) lohnt es sich diese auf externer | + | Der Aufwand eine eigene E-Learning-Plattform oder einen eigenen Datei-Server zu betreiben, ist für eine einzelne Schule oft zu gross oder es fehlt das technische Know-how. Die Infrastruktur |
| + | Auch für Schulen, die selbst Internet-Dienste anbieten (oder und entwickeln), | ||
| <box 100% blue> | <box 100% blue> | ||
| **Zur Vertiefung** | **Zur Vertiefung** | ||
| - | * Educaguide Infrastruktur von Vincent Tscherter, Beat Doebeli | + | * Educaguide Infrastruktur von Vincent Tscherter, Beat Döbeli |
| - | * Lernplattformen entwickeln sich rasend langsam von Beat Doebeli | + | * Lernplattformen entwickeln sich rasend langsam von Beat Döbeli |
| </ | </ | ||
| - | ==== - Ein schneller Internet-Zugang | + | ==== - Eine Glasfaser-Internetanbindung |
| <box round 100% orange> | <box round 100% orange> | ||
| - | Jeder Schulstandort wird an einen schnellen | + | Jeder Schulstandort wird an einen schnellen - wo möglich Glasfaser - Internetanbindung |
| </ | </ | ||
| {{bin-ftts.jpg? | {{bin-ftts.jpg? | ||
| + | \\ (Abb. 4.6 Entwicklung der Internetanbindung bis 2015 nach Nielson' | ||
| - | Der Wechsel der Internetanbindung von Kupfer (ADSL+Kabelnetz) auf Glasfaser (FTTH) ist ein Quantensprung in der Informationstechnologie. Über Glasfaseranschlüssen sind bis zu 1000 Fache Bandbreiten zu heutigen Kupferanschlüssen möglich. | + | Der Wechsel der Internetanbindung von Kupfer (ADSL+Kabelnetz) auf Glasfaser (FTTx) ist ein Quantensprung in der Informationstechnologie. Über Glasfaseranschlüssen sind bis zu 1000-fache |
| - | Im Kanton Zürich, werden Glasfaseranschlüsse zu jedem Haushalt (FTTH) und schnelle Breitbandanschlüsse (VDSL) in den nächsten 5 Jahren weite Verbreitung finden. In den Städten Winterthur und Zürich, sowie der Agglomeration von Zürich ist die vollständige Verkablung zu allen Gebäuden mit Glasfaser geplant und teilweise bereits in Umsetzung((siehe Entwicklungspläne der staatlichen und privaten Anbieter (Swisscom, EWZ, etc.) )). | + | Im Kanton Zürich werden Glasfaseranschlüsse zu jedem Haushalt (FTTH) und schnelle Breitbandanschlüsse (VDSL) in den nächsten 5 Jahren weite Verbreitung finden. In den Städten Winterthur und Zürich sowie der Agglomeration von Zürich ist die vollständige Verkablung zu allen Gebäuden mit Glasfaser geplant und teilweise bereits in Umsetzung((siehe Entwicklungspläne der staatlichen und privaten Anbieter (Swisscom, EWZ, etc.) )). |
| - | Für Schulen beginnen die Glasfaserangebote (z.B. SAI Extra) bei ca. des 10 Fachen | + | Für Schulen beginnen die Glasfaserangebote (z.B. SAI Extra) bei ca. dem 10-fachen |
| - | Für die Schulen bietet | + | Für die Schulen bietet |
| Zeile 135: | Zeile 170: | ||
| <box 100% blue> | <box 100% blue> | ||
| **Zur Vertiefung** | **Zur Vertiefung** | ||
| - | | + | |
| </ | </ | ||
| - | ==== - Medien sind digital. === | + | ==== - Digitales Unterrichtsmaterial wird Alltag. === |
| <box round 100% orange> | <box round 100% orange> | ||
| - | Lehr- und Lernmedien sind digital. Papier bleibt wichtiges Ausgabemedium. | + | Medien sind digital. |
| </ | </ | ||
| {{bin-medien-sind-digital.jpg? | {{bin-medien-sind-digital.jpg? | ||
| + | \\ (Abb. 4.7 Medien sind digital) | ||
| - | FIXME | ||
| - | * **Die Schule im Zeitalter des digitales Unterrichtsmaterials: | ||
| - | FIXME | ||
| - | Heute werden Unterrichtsmaterialien von Lehrpersonen oder Lehrmittelverlagen fast ausschliesslich am Computer erstellt, d.h. sie sind prinzipiell digital vorhanden. Der Grossteil dieses Unterrichtsmaterials findet heute in Papierform (als Ausdruck, Photokopie oder Buch) den Weg ins Klassenzimmer. Die gute Lesbarkeit, hohe Verfügbarkeit, | + | Heute werden Unterrichtsmaterialien von Lehrpersonen oder Lehrmittelverlagen fast ausschliesslich am Computer erstellt, d.h. sie sind prinzipiell digital vorhanden. Der Grossteil dieses Unterrichtsmaterials findet heute in Papierform (als Ausdruck, Photokopie oder Buch) den Weg ins Klassenzimmer. Die gute Lesbarkeit, hohe Verfügbarkeit, |
| - | + | ||
| - | Nicht nur im Buchhandel ist die Umstellung auf digitale Medien zu beobachten auch bei den Lehrmittelverlagen wird intensiv an den notwendigen Konzepten und der Umstellung zum digitalen Buch gearbeitet. | + | |
| + | Nicht nur im Buchhandel ist die Umstellung auf digitale Medien zu beobachten, auch bei den Lehrmittelverlagen wird intensiv an den notwendigen Konzepten und der Umstellung zum digitalen Buch gearbeitet. | ||
| + | Bis 2015 dürften die (Lehrmittel-) Verlage für die Berufsbildung und die Mittelschulen vermehrt digitale Unterrichtsmaterialien anbieten. Auf der Volksschulstufe ist ein grosses Engagement im Bereich der Online-Publikation von Zusatzmaterialien für Lehrmittel zu beobachten. | ||
| <box 100% blue> | <box 100% blue> | ||
| **Zur Vertiefung** | **Zur Vertiefung** | ||
| - Total digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder Die Zukunft der Kommunikation von Nicholas Negroponte | - Total digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder Die Zukunft der Kommunikation von Nicholas Negroponte | ||
| + | - Access - Das Verschwinden des Eigentums von Jeremy Rifkin | ||
| + | - M-Book – die Zukunft des Schulbuches? | ||
| </ | </ | ||
| - | ==== - Medienpartizipation wird Kernkompetenz. ==== | + | ==== - Medienpartizipation wird zur Kernkompetenz. ==== |
| <box round 100% orange> | <box round 100% orange> | ||
| Kompetenzen der Medienpartizipation sind Voraussetzung für das Lernen und Lehren im 21. Jahrhundert. | Kompetenzen der Medienpartizipation sind Voraussetzung für das Lernen und Lehren im 21. Jahrhundert. | ||
| Zeile 166: | Zeile 201: | ||
| </ | </ | ||
| {{bin-medienpartizipation.jpg|}} | {{bin-medienpartizipation.jpg|}} | ||
| + | \\ (Abb. 4.8 Medienpartizipation ist Kernkompetenz) | ||
| - | Aktive Medien Mitgestaltung ist seid Jahren eine der drei Eckpfeiler der Medienbildung ((Die drei Eckpfeiler der Medienbildung sind: Wissen über Medien, Reflexion der Mediennutzung und aktive Mediengestaltung)), | + | Aktive Medien-Mitgestaltung ist seit Jahren eine der drei Eckpfeiler der Medienbildung ((Die drei Eckpfeiler der Medienbildung sind: Wissen über Medien, Reflexion der eigenen |
| Die Kompetenzen der Medienpartizipation ((Confronting the Challenges of Participatory Culture - Media Education for the 21st Century; Henry Jenkins; The MIT Press 2009)) | Die Kompetenzen der Medienpartizipation ((Confronting the Challenges of Participatory Culture - Media Education for the 21st Century; Henry Jenkins; The MIT Press 2009)) | ||
| | | ||
| - | * **Kooperative Textproduktion und Wiederverwendung von Inhalten:** Die Fähigkeit mediale Inhalte auf kreative Weise Wiederverwenden | + | * **Kooperative Textproduktion und Wiederverwendung von Inhalten** |
| * **Bewertung von Medieninhalten** \\ Die Fähigkeit, Glaubwürdigkeit und ethische Vertretbarkeit von Medieninhalten beurteilen zu können. | * **Bewertung von Medieninhalten** \\ Die Fähigkeit, Glaubwürdigkeit und ethische Vertretbarkeit von Medieninhalten beurteilen zu können. | ||
| * **Transmediale Navigation** | * **Transmediale Navigation** | ||
| - | * **Informationsvernetzung** | + | * **Informationsvernetzung** |
| - | * **Modellbildung, | + | * **Modellbildung, |
| - | * **Adaptives Multitasking** | + | * **Adaptives Multitasking** |
| * **Verteilte Wahrnehmung** | * **Verteilte Wahrnehmung** | ||
| * **Umgang mit kollektiver Intelligenz** \\ Die Fähigkeit, kollektiv Wissen zur Verfolgung eines gemeinsamen Ziels produzieren zu können. | * **Umgang mit kollektiver Intelligenz** \\ Die Fähigkeit, kollektiv Wissen zur Verfolgung eines gemeinsamen Ziels produzieren zu können. | ||
| - | * **Umgang mit alternativen Normen und Identitäten** \\ Die Fähigkeit, unterschiedliche gesellschaftliche Wertesysteme | + | * **Umgang mit alternativen Normen und Identitäten** \\ Die Fähigkeit, unterschiedliche gesellschaftliche Wertesysteme |
| + | |||
| + | Niemand, der die kollektive Wissenskonstruktion und Mediengestaltung aus der Berufspraxis kennt, kann sich vorstellen, dass in den Schulen von morgen weiterhin meist individuell und unvernetzt Text und Wissen produziert werden soll. Zur digitalen kooperativen Textproduktion gehört das Verständnis der verschiedenen Aspekte der Versionierung und Online-Zusammenarbeit. Das Arbeiten mit Wikis oder Wolken-Textverarbeitungen sind erste Schritte in diese Richtung. | ||
| <box 100% blue> | <box 100% blue> | ||
| Zeile 186: | Zeile 224: | ||
| - Confronting the Challenges of Participatory Culture - Media Education for the 21st Century von Henry Jenkins | - Confronting the Challenges of Participatory Culture - Media Education for the 21st Century von Henry Jenkins | ||
| </ | </ | ||
| + | |||
dossier/bin/entwicklungen.1294647477.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
